Presse-Statement zur Studie „Was hält Europa zusammen? Die EU nach dem Brexit“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

18/08/2017

Presse-Statement | 18. August 2017

Josip Juratovic, Abgeordneter des Wahlkreises Heilbronn und SPD-Kandidat zur Bundestagswahl, kommentiert anlässlich der Veröffentlichung einer repräsentativen Acht-Länder-Umfrage: „Was hält Europa zusammen? Die EU nach dem Brexit“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.

„Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass sich eine große Mehrheit der deutschen Bevölkerung mehr Europa und mehr Zusammenarbeit in Europa wünscht.

Es wird höchste Zeit, dass wir die Europäische Union als Projekt neu angehen. Es gibt keine Alternative zu dem Zusammenschluss europäischer Länder; nicht, wenn wir in Frieden leben möchten. Nicht, wenn wir wirtschaftlich stark bleiben wollen und nicht, wenn wir mit Nachdruck weltweit humanitäre Werte gegen Nationalismus und Autoritarismus verteidigen wollen.

Ich bin froh, dass unser Kanzlerkandidat Martin Schulz Europa zu einem seiner Kernthemen erklärt hat.“

 

Hintergrund

Trotz Brexit, Trump und Krisen: 60 Prozent der EU-Bürger wollen mehr Zusammenarbeit in Europa – in Deutschland sind es sogar 80 Prozent

Laut einer repräsentativen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung trägt die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, offenbar zur Stärkung des Zusammenhalts der verbleibenden Partner bei. Der Brexit löst zwar Sorge, aber keine Panik aus. Eine relative Mehrheit der Befragten erwartet davon keine negativen Auswirkungen oder sogar eine Stärkung der EU.

Ein Vergleich der Ergebnisse mit den Befunden einer 2015 durchgeführten Befragung zeigt darüber hinaus, dass mit dem Brexit die Sensibilität für die Vorzüge der Europäische Union deutlich zugenommen hat: In Deutschland zeigen sich heute zwei von drei Bürgerinnen und Bürgern von den Vorteilen der EU-Mitgliedschaft überzeugt, vor zwei Jahren war es nur jede/r Dritte.

Das Meinungsforschungsinstitut „policy matters“ befragte im Mai/Juni 2017 im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung Bürgerinnen und Bürger in acht EU-Mitgliedsländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Schweden, Slowakei, Spanien und Tschechien).

Die Studie auf Deutsch finden Sie ab 11.45 Uhr hier: http://www.fes.de/cgi-bin/gbv.cgi?id=13505&ty=pdf