Auswirkungen des schottischen Referendums verstehen

18/09/2014

Pressemitteilung | 18. September 2014
Aus den Erfahrungen des Westlichen Balkans lernen, um die Auswirkungen des schottischen Referendums zu verstehen.

Zum schottischen Unabhängigkeitsreferendum erklärt der Berichterstatter für Südosteuropa der SPD-Bundestagsfraktion, Josip Juratovic:

„Zur Bewertung des Referendums hilft ein Blick in die jüngere europäische Geschichte. Fragen wir uns einmal, welches gesellschaftliche Klima der Sezessionismus auf dem Westlichen Balkan hinterlassen hat. Die Antwort ist bitter: Orientierung an Partikularinteressen, nationale Egoismen, letztendlich Nationalismus!

 Damit wird klar: Sezessionismus bremst. Er bringt den Bürgern gar nichts. Und somit kann Sezessionismus in Europa kein sinnvoller Weg sein!“

Zur europäischen Dimension des Referendums erklärt Juratovic:

 „Unabhängig vom Ausgang des schottischen Referendums müssen wir uns fragen: was bedeutet der zum Ausdruck gebrachte Sezessionismus für den europäischen Gedanken? Wollen wir ein geeintes Europa auf Basis gemeinsamer Werte oder wollen wir eine rein wirtschaftliche Interessengemeinschaft aus der man je nach kurzfristigem Interesse ein- und austreten kann? Welche nächsten Schritte beschwört das schottischer Referendum herauf: in Katalonien? In Südtirol? Und welche Signale sendet es in die europäische Nachbarschaft, wo wir uns gegen die Verschiebung von Grenzen aussprechen?“

Bei Rückfragen können Sie den Berliner Büroleiter Torsten Menzel

unter 030/227 70 107 oder josip.juratovic@bundestag.de kontaktieren.