Es war Genozid.

17/04/2015

Pressemitteilung | 17. April 2015

Josip Juratovic, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und in der SPD-Bundestagsfraktion zuständig für die Östliche Partnerschaft, äußert sich anlässlich der anstehenden Bundestagsdebatte „Erinnern und Gedenken an die Vertreibung und Massaker an den Armeniern vor 100 Jahren“ am 24. April:

„Das 100. Gedenkjahr an den Genozid an den Armeniern, sollte zum Anlass genommen werden, die Erinnerung an die Opfer aufrechtzuerhalten, die Versöhnung zwischen dem türkischen und armenischen Volk zu verwirklichen und die historische Verantwortung zu übernehmen.

Meiden wir den Begriff „Genozid“, so leugnen wir die schwere dieses Verbrechens und lassen die Ermordeten ein zweites Mal sterben.“

Und weiter:

„Eine Politik, in der die systematische Vernichtung an den Armeniern, aber auch an den Aramäer, Assyrern und den Pontosgriechen, im Ersten Weltkrieg nicht als Völkermord bezeichnet wird, entmutigt gerade türkische Wissenschaftler und die Zivilgesellschaft in der Türkei darin, die dunkle Seite ihrer Geschichte aufzuarbeiten.

Deswegen muss die Bundesregierung jetzt die historische Chance nutzen und den Genozid als solchen anerkennen.“