FDP verhindert Schlecker-Transfergesellschaft

29/03/2012

Juratovic: Schlecker-Beschäftigte sind die doppelten Leidtragenden.

Heute ist die Schaffung einer Transfergesellschaft für die Schlecker-Beschäftigten gescheitert. Das heißt, dass 11.200 Beschäftigte der Drogeriemarktkette schon ab Montag arbeitslos sind. Davon sind auch Schlecker-Beschäftigte der Region unter anderem in den Filialen Biberach, Böckingen, Neckargartach, Ittlingen, Möckmühl, Neckarsulm und Schwaigern betroffen.

Der Unterländer SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, kritisiert das Scheitern der Transfergesellschaft: „Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die FDP, die sich als Partei der Wirtschaft sieht, für das Scheitern der Transfergesellschaft verantwortlich ist. Damit steht die FDP nur auf der Seite der Unternehmensbosse, nicht aber auf der Seite der Arbeitnehmer. Mit den 11.200 Beschäftigten verlieren nun mehr Menschen ihren Job, als die FDP vergangenen Sonntag im Saarland Wähler hatte!“

Baden-Württemberg ist das Heimatland des Schlecker-Konzerns, weshalb sich SPD-Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid für eine Transfergesellschaft stark gemacht hatte. Juratovic steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten und betont: „Die Schlecker-Angestellten, hauptsächlich Frauen, sind die doppelten Leidtragenden: Erst mussten sie unter den allseits bekannten schlechten Arbeitsbedingungen bei der Drogeriemarktkette leiden. Jetzt landen sie auf der Straße wegen einer falschen Unternehmensstrategie und wegen der arbeitnehmerfeindlichen Politik der FDP.“