Fraktion vor Ort: Wie wollen wir in Zukunft pflegen?

17/04/2013


SPD-Bundestagsfraktion lädt zur Diskussion über alternative Pflegekonzepte für gute Pflege in der Region ins Greckenschloss nach Bad Friedrichshall ein. Juratovic: „Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“

Gemeinsam luden die beiden Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic (Heilbronn) und seine Kollegin Hilde Mattheis (Ulm) am vergangenen Mittwoch (10.4.2013) in das neu sanierte Greckenschloss nach Bad Friedrichshall ein. Zu Gast waren dabei auch Andreas Haupt (Pflegenetz Heilbronn), Harald Müller (Barmer GEK), Rainer Baudermann (AOK Baden-Württemberg) und der SPD-Kreisrat Peter Trunzer. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, bei der über 80 Teilnehmer aller Altersgruppen vertreten waren, stand das Thema Pflege. Neben der Frage wie gute Pflegekonzepte im Allgemeinen aussehen können, waren auch Vertreter aus der Region geladen um über die Umsetzung vor Ort zu diskutieren. Bereits in seiner Begrüßung stellte Josip Juratovic klar: „Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, im Bundestagswahlkampf werden wir deutlich machen, dass es nur mit der SPD eine spürbare Verbesserung des Pflegesystems geben wird.“

Die pflegepolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Hilde Mattheis stellte anschließend die Forderungen der SPD für ein zukünftiges Pflegekonzept vor und betonte: „Im Bereich der Pflege offenbart sich der Unterschied im Menschenbild von SPD und CDU. Für uns ist klar, ein Pflegesystem dass unserer Gesellschaft gerecht wird, wird deutlich mehr finanzielle Mittel benötigen als bisher. Wir sind bereit diesen Weg zu gehen.“

Andreas Haupt erläuterte in seinem Vortrag die Arbeit des Pflegenetzes Heilbronn: „Die Förderung, Organisation und Umsetzung einer humanen, vernetzten Pflege soll eine bewusste Wahrnehmung der Belange pflegebedürftiger Personen und deren Angehöriger in der Gesellschaft bewirken.“ Peter Trunzer bekräftigte dies und warb außerdem dafür, sich in der Arbeitsgemeinschaft für Gesundheit in der SPD (AGS) einzubringen: „Auch Menschen ohne Parteibuch sind bei uns herzlich willkommen. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir das gesundheitspolitische Profil der SPD weiter stärken.“

Für die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic und Hilde Mattheis steht abschließend fest, dass sowohl die Unterstützung und Sicherung der Teilhabe für Pflegebedürftige verbessert werden muss, als auch die Entlastung von Pflegepersonen um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu gewährleisten. Juratovic ergänzte außerdem: „Die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für Pflegefachkräfte müssen dabei ebenfalls unter die Lupe genommen und der gesellschaftlichen Leistung entsprechend wertgeschätzt werden.“

Die detaillierten Forderungen der SPD-Bundestagsfraktion zur Reform der Pflegeversicherung finden Sie hier:
http://www.spdfraktion.de/sites/default/files/spd-btf_positionspapier_pflege.pdf

Heilbronn, den 12.4.2013