Gegen Antiziganismus helfen Gesetze – und Gefühle

03/09/2014

Pressemitteilung | 3. September 2014
Gegen Antiziganismus helfen Gesetze – und Gefühle

Die heute veröffentlichte Studie „Bevölkerungseinstellungen zu Sinti und Roma“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes belegt, dass Unwissenheit und offene Vorurteile die Einstellung der deutschen Mehrheitsbevölkerung gegenüber Sinti und Roma prägen.

Dazu erklärt der Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Josip Juratovic: „Die Ergebnisse der Studie sind leider wenig überraschend und dennoch traurig. Gleichgültigkeit und Ablehnung sind der ideale Nährboden für Diskriminierungen gegenüber Sinti und Roma. Die Politik ist hier gefragt!“.

Juratovic erklärt weiter: „Wir brauchen einen stärkeren Fokus auf Antidiskriminierungspolitik, auch von den einzelnen Bundesländern. Nur so wird ein gerechterer Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnraum für alle geschaffen – auch für Sinti und Roma. Wenn wir hingegen restriktive Gesetze erlassen, wie derzeit im Aufenthaltsrecht von Unionskollegen geplant, öffnen wir dem Populismus nur Tür und Tor. Wer jeden Asylsuchenden pauschal der „erheblichen Fluchtgefahr“ bezichtigt, schürt nur Vorbehalte und ohnehin schon vorhandenen Widerstand in der Bevölkerung.“

Juratovic fügt abschließend hinzu: „Doch letztlich muss jeder und jede von uns in sich gehen und die eigenen Vorurteile gegenüber Roma und Sinti hinterfragen. Mein Credo gilt auch hier: Zeigt doch mal Gefühl!“

Bei Rückfragen können Sie die Berliner Mitarbeiterin Dr. Maja Lasić unter 030/227 70 108 oder josip.juratovic.ma07@bundestag.de kontaktieren.