Gemeinschaftskunde aus der Praxis

10/03/2014

Am 6. Februar 2014 habe ich meine zukünftige PPP-Stipendiatin Madeleine Weber und ihre Klasse in der Selma-Rosenfeld-Realschule Eppingen besucht. Dabei habe ich über meine Arbeit als Abgeordneter im Bundestag und im Wahlkreis berichtet und mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert.

Hier ein Bericht von der Klasse selbst:

„Wenn wir selbst nicht gestalten, werden wir gestaltet“
Josip Juratovic zu Besuch in der Realschule

Was macht ein Politiker, wenn er Jugendlichen die Politik nahe bringen möchte?
Na klar, er nimmt sich Zeit und besucht sie persönlich!
Und genau das tat Josip Juratovic am 6. Februar 2014.
Er besuchte für eine Unterrichtsstunde die Klasse 10f der Selma-Rosenfeld-Realschule in Eppingen.

Unter den 31 Schülern, die aufmerksam zuhörten und viele Fragen hatten, saß auch die PPP-Stipendiatin Madeleine Weber, deren Pate kein geringerer als Josip Juratovic selbst ist.
Sie darf für das Schuljahr 2014/15, stipendiert von dem Deutschen Bundestag, als Botschafterin in das amerikanische Alltagsleben eintauchen. Nachdem er zu Beginn noch von sich als Person erzählte, so kam er bald zu den Grundlagen der Demokratie: Recht und Freiheit. Darauf baue das Wichtigste, das Wohl der Gesellschaft auf. Er betonte, dass keine Partei oder Koalition das ganze Volk mit ihren individuellen Wünschen und Vorstellungen zufriedenstellen könne.
Die Lösung liege in Kompromissen, so wie er das am Beispiel eines Ehepaares veranschaulichte, welches Gardinen kaufen möchte. Möchte der Mann quergestreifte Vorhänge, die Frau aber längsgestreifte Vorhänge, so kann man beide Wünsche nur in einem karierten Vorhang vereinen – eben einem Kompromiss.

Und so kann jeder den „Vorhang“ der Politik mitgestalten, wenn er nur sein Mund aufmachen würde, oder wählen gehen würde. Kurz und prägnant fasste das Herr Juratovic so zusammen: „Wenn wir selbst nicht gestalten, werden wir gestaltet.“ Und das gilt nicht nur auf Bundesebene, das gilt auch für Landes-, Kommunal-, Familien- und Beziehungsebenen. Das gilt für jeden einzelnen. Deshalb ist die Meinung eines Jeden wichtig für die Politik, denn Bewegungen in der Politik wirken sich auf jeden aus.
Und wenn doch Großteile der Jugendlichen das Wort „Politik“ meiden, so ist es doch ihre Chance ihre Zukunft mitzugestalten, denn sie sind die Menschen von morgen, die mit allen Konsequenzen leben müssen. Für die vielen Fragen blieb leider nicht allzuviel Zeit, denn die 45 Minuten vergingen wie im Flug.

Schlussendlich verteilte Juratovic jedem aus der Klasse ein Lesezeichen, das Grundgesetz und ein Lexikon der parlamentarischen Begriffe. Und für alle Fragen, die im Rahmen des Unterrichtsbesuchs keinen Raum gefunden hatten, bot Josip Juratovic an, ihn persönlich auf Facebook zu kontaktieren.