Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?

01/10/2014

Am 6. Oktober tagt der Unterausschuss Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln zum aktuellen Thema „Gewaltbereite Rückkehrer – wie können wir präventiv deren Zug in den Krieg verhindern?“.

Die Sitzung ist öffentlich. Sie sind eingeladen, teilzunehmen. Hier finden Sie die Einladung des Bundestages.

Sachverständige aus den Organisationen „Junge Islam Konferenz“, „ufuq e. V.“ und „Beratungsstelle Hayat“ nehmen Stellung zu Möglichkeiten der Präventionsarbeit in Bezug auf die Radikalisierung von meist jungen Menschen, die mit militanten Strömungen des Islamismus sympathisieren.

Josip Juratovic, Integrationsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion, erklärt:

„Die Arbeit dieser Organisationen begrüße ich nachdrücklich. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Personen, die in Deutschland aufwachsen, und sich für radikale Bewegungen begeistern lassen, nicht zum Kanonenfutter extremistischer Dschihadisten werden. Wir müssen diesen jungen Menschen eine Perspektive bieten und sie in unsere Gesellschaft neu integrieren – vorausgesetzt sie wenden sich vom Terrorismus ab.“

Juratovic appelliert an die Jugend:

„Motive für die Teilnahme am Dschihad sind nur teilweise von religiös-ideologischer Natur. Vielmehr stehen dahinter kriminelle Machenschaften, die den Namen des Islam gnadenlos missbrauchen, um für sich Kapital zu schlagen. Ihr dürft nicht zulassen, Werkzeug verbrecherischer Strukturen zu werden.“

Als Außenpolitiker und Berichterstatter für Südosteuropa der SPD-Bundestagsfraktion schätzt Juratovic ein:

„Das Problem der Rekrutierung von Kämpfern für den sogenannten „heiligen Krieg“ besteht auch in den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens.

Der Europäischen Union kommt hier eine Teilverantwortung zu! Europa und die internationale Gemeinschaft müssen sich in dieser instabilen Region intensiver engagieren, politische und wirtschaftliche Perspektiven schaffen, um weiterer Radikalisierung vorzubeugen.“

Bei Rückfragen können Sie Dr. Martina Bitunjac unter 030/227 70 108 oder josip.juratovic.ma03@bundestag.de kontaktieren.