Großen Einsatz für die SPD gezeigt

14/11/2017

Erschienen in der Heilbronner Stimme am 14. November 2017

Der Kreisverband-Land ehrt Inge Haury und Werner Förster mit der Willy-Brandt-Medaille für ihre Verdienste.

Von Werner Glanz

Großen Einsatz für die SPD gezeigt
Ehrungen durch den SPD-Kreisverband Heilbronn-Land (v.l.): Markus Herrera-Torrez, Josip Juratovic, Inge Haury, Werner Förster und Reinhold Gall. Foto: Werner Glanz

Die Landkreis-SPD hat am Samstag Inge Haury aus Lauffen sowie Werner Förster aus Eppingen mit der Willy-Brand-Medaille ausgezeichnet. Zwei Mitglieder, die sich für die Sozialdemokratie in besonderer Weise verdient gemacht haben. Im Neckarsulmer Genossenschaftsheim ehrte der Kreisverband außerdem 26 Mitglieder für 25, 40, 50, 60 und 65 Jahre Treue.

„Sie sind herausragende Persönlichkeiten, die sich um die Sozialdemokratie in der Region verdient gemacht haben“, lobte in seinem Grußwort Kreisvorsitzender Josip Juratovic, der Friedens-Nobelpreisträger Willy Brandt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts bezeichnete. „Er war ein Glücksfall für Deutschland und die Sozialdemokratie.“

Gesicht der SPD in Lauffen

Die Laudatio für Inge Haury hielt Markus Herrera-Torrez, der die bisherige Juso-Arbeit kürzlich hinter sich ließ und Juratovic als Kreisverbandschef beerben soll. „Sie ist das Gesicht der SPD in Lauffen“, sagte Herrera-Torrez über die 1937 in Rostock geborene Haury, die von sich behauptet: „Eigentlich bin ich ein Angsthase.“ Sie ist seit 1974 Mitglied der SPD.

Nach Aussage des Laudators ist die ehemalige Lehrerin am Hölderlin-Gymnasium stets freundlich, kommunikativ und interessiert an der Stadt und ihren Belangen. In den Lauffener Gemeinderat wurde sie 1980 als zweite Frau überhaupt nach dem Krieg gewählt. Außerdem lebe sie als Mitglied von BUND und Nabu aktiv den Umweltschutz. „Meistens begegnet man ihr auf dem Fahrrad“, fügte Herrera-Torrez hinzu.

Ideenreicher Kämpfer für die Sozialdemokratie

Zweiter im Bunde war der Eppinger Werner Förster, der 1973 den Sozialdemokraten beitrat. In den 80er- und 90er-Jahren war der Elektromeister wiederholt Vorsitzender des Ortsvereins, seit 2006 ist er es wieder. 24 Jahre lang saß Förster auch im Gemeinderat. 2007 wurde auf seine Initiative hin der Verein der Freunde des Bürgerparks Eppingen gegründet, deren Vorsitzender er ebenfalls ist. Juratovic fasste Werner Försters „engagiertes, kritisches, ideenreiches und kämpferisches Wirken für die Ziele der Sozialdemokratie“ so zusammen: „Es ist leichter ein Held zu sein, als ein Ehrenmann.“ Denn ein Held könne man einmalig werden, aber ein Ehrenmann sei man auf Dauer. „Du hast gezeigt, was es bedeutet, ein Ehrenmann zu sein. Auf dich war und ist einfach Verlass.“

Weitere Grußworte sprachen Neckarsulms Oberbürgermeister Steffen Hertwig sowie Reinhold Gall, Mitglied des Landtags. Beide schnitten dabei zukunftsweisende Themen an. Markus Herrera-Torrez machte vor den jeweiligen Ehrungen einen Streifzug durch die Jahrzehnte, und Fritz Gutmann vom Ortsverein Bad Friedrichshall hielt die Laudatio zur Ehrung von Karl Boehret. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse ist seit 60 Jahren SPD-Mitglied. Für die musikalische Unterhaltung sorgten im Genossenschaftsheim Die Marbacher.

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