In ruhigen Zeiten bilden sich Mitarbeiter weiter

09/08/2009

5. August 2009 – Ehemalige SPD-Ministerin zu Gast in Pfaffenhofener Familienunternehmen

„In der Wirtschaftspolitik wie in der Bildungspolitik steht letztlich immer der Mensch im Mittelpunkt. Wie innovativ ein Unternehmen ist, hängt an den Kompetenzen und Qualifikationen der Mitarbeiter. Ohne gut ausgebildete Fachkräfte kann kein Land, kein Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich sein“, sagt Edelgard Bulmahn, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag und ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Gemeinsam mit dem Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic und dem SPD-Bundestagskandidaten des Wahlkreises Neckar-Zaber, Thorsten Majer, besuchte sie jetzt die Firma Maschinenbau Durst GmbH & Co. KG in Pfaffenhofen.
In dem Familienbetrieb produzieren 100 Mitarbeiter Verzahnungselemente für die Automobilindustrie, für den Maschinenbau und für die Luftfahrtindustrie. Die Kunden sitzen im In- und Ausland. In dem Unternehmen im Zabergäu, das sich auf die Fertigung von Zahnrädern, Zahnstangen und Zahnwellen spezialisiert hat, wird Wert auf berufliche Fortbildung gelegt. „Durch die Weltwirtschaftskrise müssen wir Umsatzeinbußen von rund 40 Prozent verkraften“, sagt der Firmeninhaber Oliver Durst. Deshalb gebe es auch in seinem Unternehmen zurzeit Kurzarbeit. Oliver Durst, der auch Vizepräsident der IHK ist, nutzt diese Zeit, um seine Mitarbeiter auf Schulungen zu schicken.

Die ehemalige Ministerin und ihre Begleiter, zu denen auch die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Oberes Zabergäu Gertrud Schreck gehörte, waren beeindruckt von der Vielfalt und der Präzision von Schneckenrädern und Zahnstangen. „Es ist wichtig, die Qualifikationen zu fördern. In diesem Sinne ist Bildungspolitik immer auch das Streben nach einer wirklichen Chancengleichheit. Menschen nicht nur einmal, sondern auch zwei und drei Mal eine Chance zu geben, ist der Kern der Wirtschaftspolitik“, so Edelgard Bulmahn.

Das ist auch dem Heilbronner Abgeordneten Josip Juratovic wichtig: „Zusammen mit den Unternehmen hier und in der Region will ich erreichen, dass trotz Krise zukunftsorientierte Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen.“ Dass das wichtig ist, weiß auch Unternehmer Oliver Durst. Positive Anzeichen gebe es bereits: „Die Auftragslage für Herbst wird besser.“