Zur Lage am Kiliansplatz: Mehr StreetworkerInnen, statt schärferer Gesetze und mehr Polizei

21/09/2017

Nach diversen Gesprächen mit Verantwortlichen, sowie mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern über die Gewalt von Jugendlichen und Geflüchteten rund um den Kiliansplatz, bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen: Mehr Polizeipräsenz, härtere Gesetze und mehr Überwachungskameras sind nur ein Teil der Lösung. Zur Entschärfung der Situation benötigen wir vielmehr Sozialarbeiterinnen und –sozialarbeiter bzw. Streetworker, die mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen und ihnen Perspektiven eröffnen.

Denn: Die Jugendlichen müssen die Möglichkeit erhalten, die Schule besuchen oder eine Ausbildung beginnen zu können. Die Teilnahme an Sprachkursen ist unumstritten. Nur dadurch können die Jugendlichen ihr Leben langfristig eigenverantwortlich gestalten.

Dafür brauchen wir auf bundespolitischer Ebene eine Gesetzesänderung, die auch den Menschen einen Zugang zu Bildung und Ausbildung ermöglicht, deren Asylverfahren noch nicht geklärt ist.
Gleichzeitig muss jedoch selbstverständlich sein, dass für diejenigen, die die Angebote nicht annehmen, bzw. gegen unser Recht und unsere Ordnung verstoßen, das Asylverfahren beendet wird. Im äußersten Fall kann dies auch die Abschiebung bedeuten.