Josip Juratovic lud zur Neckarfahrt ein

19/09/2009


Kurt Beck: „Bildung muss für alle kostenlos sein“
Unter SPD-Flagge fährt das Neckarschiff „Barbarossa“ nicht täglich. Am vergangenen Mittwoch ließ der Heilbronner Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic jedoch auf der „Barbarossa“ die SPD-Flagge hissen. Denn er war mit Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, und 180 Bürgerinnen und Bürgern auf dem Neckar unterwegs.

In seinem Grußwort an die Bootsgäste sprach Josip Juratovic, was ihn mit dem Ministerpräsidenten verbindet: „Wir beide sind Handwerker. Du bist Elektriker, ich bin Kfz-Mechaniker. Wir kennen das Leben der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“ Beide sind als Handwerker in die Politik gegangen. Kurt Beck lenkt nun Rheinland-Pfalz. Und Josip Juratovic arbeitet als „Mechaniker auf dem Tanker Deutschland“, wie es die Heilbronner Stimme beschreibt.

Aufgrund ihrer Herkunft wissen beide, dass das Bildungssystem in Deutschland nicht gerecht ist. „Es kann nicht sein, dass die Herkunft über die Zukunft eines jungen Menschen entscheidet“, erklärt Kurt Beck. Für ihn ist klar: „Bildung muss für alle kostenlos sein. Vom Kindergarten über eine gute Schulbildung bis zur Universität.“

Als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz hat Kurt Beck dafür gesorgt, dass in seinem Bundesland jeder vierte Euro in Bildung investiert wird. „Deswegen ist Rheinland-Pfalz Vorreiter bei Ganztagsschulen, deswegen ist bei uns das Erststudium weiterhin kostenlos“, argumentiert Kurt Beck.

Während die beiden SPD-Politiker sprechen, passiert die „Barbarossa“ auf ihrer Fahrt nach Kochendorf zunächst die Neckar-Schleuse an der Otto-Konz-Brücke und dann den Heilbronner Hafen. Sowohl Schleuse als auch Hafen werden sich in den kommenden Jahren verändern: Mit 650 Millionen Euro fördert der Bund den Ausbau der Neckarschleusen, damit auch längere Frachtschiffe nach Heilbronn und weiter Richtung Plochingen fahren können. Und mit einer Bundesförderung von 7 Millionen Euro wird am Heilbronner Hafen ein Container-Terminal errichtet, damit die Fracht direkt vom Neckar auf Bahn und LKW umgeladen werden kann.
Beide Entscheidungen wurden in Berlin getroffen, weil sich Josip Juratovic mit hohem persönlichen Einsatz dafür stark gemacht hat. „Es freut mich, dass ich mit meiner Arbeit zu einer Verbesserung der Infrastruktur in unserer Region beitragen kann. Der Ausbau von Schleusen und Neckar sichert Arbeitsplätze in unserer Region. Und wir erreichen damit, dass die Straßen von Güterverkehr entlastet werden.“

Die Fahrt mit der „Barbarossa“ war nicht nur für die 180 Gäste ein Erlebnis. Auch für die SPD war dies ein großer Erfolg: Nachdem Kurt Beck und Josip Juratovic zunächst eine Neckargartacherin in der Partei begrüßen konnten, traten auf der Rückfahrt von Kochendorf nach Heilbronn spontan drei weitere Personen der SPD bei. Der SPD-Kreisvorsitzende Rainer Hinderer zeigte sich erfreut: „Wir haben uns vorgenommen, bis zur Wahl 50 neue Mitglieder zu werben. Nun haben wir bereits 47, und ich bin zuversichtlich, dass wir in den kommenden 10 Tagen unser Ziel übertreffen werden!“