Juratovic bei Behringer GmbH in Kirchardt

30/03/2012

„Lokale Wirtschaft als Impulsgeber wichtig“

Zum kritischen Austausch und Dialog über die Belange des Mittelstands in der Region unter dem Motto „Gute Wirtschaft – soziales Baden-Württemberg“ hat der Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic den Besuch bei der Kirchardter Firma Behringer GmbH genutzt. Anlässlich einer Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für innovative Zukunftsprojekte im Bereich des modularen Hybridverfahrens für die spanende Fertigung besuchte Juratovic den derzeit mit 420 Mitarbeitern weltweit agierenden Mittelstandsbetrieb.

Unter anderem werden bei Behringer an zwei Standorten im Kraichgau sowie einem weiteren im Stuttgarter Raum momentan rund 384 Mitarbeiter beschäftigt. Nicht nur über Chancen und Stärken, sondern auch über Probleme und Sorgen des weltweit führenden Herstellers für Band-, Bügel- und Kreissägen aller Art informierte sich der Abgeordnete. Zum Geschäftsbereich bei Behringer gehört seit 1952 auch eine eigene Eisengießerei. Vor knapp zwei Jahren wurde ein neues Gießereigebäude als Investition im zweistelligen Millionenbereich hinter dem angestammten Firmensitz in Betrieb genommen.

Christian und Rolf Behringer, die geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens, traten mit dem Abgeordneten nebst dem Vorsitzenden der örtlichen SPD-Gemeinderatsfraktion, Gerd Wolf sowie dem SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Josef Kaya in einen lebhaften Diskurs. Themen waren Betriebsratsarbeit und Unternehmensmanagement, ebenso spielten die Bereiche Ausbildung, drohender Fachkräftemangel und Mindestlohn eine Rolle. Gezielt angesprochen wurde von den beiden Geschäftsführern auch das laufende Verfahren zur geplanten Erweiterung der Produktionskapazitäten der neuen Gießerei.

„Die Bürokratieausweitung ist hier enorm“, klagte Christian Behringer, während Rolf Behringer gar von einem „Schauerszenario“ sprach. Der Arbeitsmarktpolitiker betonte, dass die lokale Wirtschaft auch in Zukunft als „Impulsgeber“ wichtig sei, „Unstimmigkeiten sind hier nicht in unserem Sinn“. Juratovic hob die Nachwuchsfachkräftesituation bei Behringer hervor. Denn dort sind derzeit etwa zehn Prozent der Belegschaft in der Ausbildung: „Das wird hier nicht nur als ein Kostenfaktor betrachtet, sondern als Investition in die Zukunft“, lobte er. Für die Zukunft der Arbeit in der Region mahnte der Abgeordnete, dass der Wettbewerb nicht nur nach unten und damit auf Kosten der Arbeitskräfte und der Zulieferer stattfinden dürfe, sondern als Wettbewerb der innovativen Ideen.

Bild: Informierten sich bei der Behringer GmbH in Kirchardt durch die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Rolf (2.v.l.) und Christian Behringer (4.v.l.) (von links): Josef Kaya, MdB Josip Juratovic und Gerd Wolf.

Heilbronn, den 27.3.2012