Juratovic hatte Gäste in der Bundeshauptstadt

12/04/2011

Erlebnisreiche Tage verbrachte jetzt eine Reisegruppe aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn bei ihrem Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic (SPD) in Berlin. „Besonders gut gefallen hat uns der Besuch im Reichstag“, schwärmen zahlreiche Teilnehmer. Juratovic hatte nach dem Besuch einer Plenarsitzung mit den Reisenden über Politik und seinen Werdegang als Politiker gesprochen. Dabei blieb auch genügend Zeit, um Fotos mit dem Abgeordneten zu machen oder Fragen zu beantworten.

Beispielsweise über das Thema Leiharbeit, über das Juratovic am Vortag im Plenum gesprochen hat: „Leiharbeit deckt nicht mehr, wie sie gedacht war, nur Auftragsspitzen ab. Leiharbeit ist heute Teil der Mischkalkulation in den Betrieben: Die Unternehmen rechnen genau die Zusammenhänge zwischen Stammunternehmen, Zulieferern, Subunternehmen, Auslandsverlagerungen und Leiharbeitern aus. Leistung darf sich nicht nur für die Unternehmer lohnen, sondern muss sich auch für die Arbeitnehmer in unserem Land auszahlen!“

Über Bildungsforschung und lebenslanges Lernen wurden die Reisenden beim Informationsgespräch im Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert. Im Bildungszentrum der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR erfuhren die Gäste, dass die Behörde schon über zwei Millionen Anträge auf Einsicht in die von der Stasi erstellten Unterlagen bearbeitet hat. Würde man die Stasi-Akten nebeneinander legen, wären die Papiere über 100 Kilometer lang. Zurzeit werden 17000 Säcke mit in den letzten Tagen des DDR-Regimes 1989 zerrissenen Papieren aufgearbeitet. Dafür wurde extra ein Computerprogramm entwickelt. Einen kleinen Einblick in eine andere Religion bot die Führung im Centrum Judaicum der Stiftung Neue Synagoge in Berlin. Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors und einer Stadtrundfahrt.

08. April 2011