Juratovic kritisiert Verzögerung des A 6-Ausbaus

28/05/2010


Auf Kritik stößt der Aufschub des Ausbaus der A 6 durch die Bundes- und Landesregierung beim Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic. Er wundere sich, dass ausgerechnet Schwarz-Gelb die Region so im Regen stehen lasse. In den vergangenen elf Jahren kritisierten CDU- und FDP-Politikern immer wieder, dass das SPD-geführte Verkehrsministerium ein Problem mit der Region hätte. „Jetzt zeigt sich, wie kleinkariert diese Parteipolitik war. Dass ausgerechnet beim Ausbau der A 6 gestrichen wird, hätte ich nie gedacht“, sagt Juratovic. Noch in Wahlkampfzeiten, zum Beispiel beim Stimme-Forum im September 2009, habe sein CDU-Kollege Strobl gesagt, er wolle in Berlin darauf pochen, dass mehr Geld nach Baden-Württemberg zurückfließen soll. „Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass das Klopfen des südwestdeutschen Generalsekretärs wohl nicht laut genug war“, so Juratovic.


Für eine wirtschaftsstarke Region sei der sechsspurige Ausbau der Hauptverkehrsader in Richtung Bayern unerlässlich. Zudem sei das Verschieben des Projekts um zwei Jahre unfair, da die Region die Planungen vorfinanziert.

Juratovics Sorge geht noch weiter. Erst neulich stand der Ausbau der Neckarschleusen auf der Kippe. So fragt er sich: „Welche Projekte werden künftig wohl ebenfalls noch weiter hinausgezögert?“ Juratovic befürchtet, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wenig Kenntnis über die Situation in Heilbronn und der Region hat.