Juratovic spricht über Arbeitsmarkt der Zukunft

03/02/2010


3. Februar 2010 – Großformatige Portraitfotos reizen zum Hinsehen, persönliche Erfahrungsberichte von Inge oder Karl verführen zum Lesen und die Aussagen der Katholischen Soziallehre sowie die Forderungen der KAB motivieren dazu, Position zu beziehen. Bei der Ausstellung „Gute Arbeit – Hier arbeitet ein Mensch“ der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) war Josip Juratovic jetzt als Redner in das Heinrich-Fries-Haus in Heilbronn geladen.

Bei der Begrüßung durch den Sozial-Sekretär der KAB Heilbronn Joachim Kühner fragte er in die Runde, ob es denn gerecht sei, wenn einige Arbeitnehmer eines ehemals gesunden Unternehmens mit Gehaltskürzungen und Entlassungen zu rechnen hätten, während Personen in verantwortlicher Position Millionenabfindungen erhielten.

In seiner rund 30-minütigen Rede würdigte der Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordnete Juratovic die Ausstellung und bedankte sich für die Einladung. Es sei wichtig bei der Forderung nach Humanisierung der Arbeitsbedingungen, welches für den ehemaligen Audi-Fließbandarbeiter eine Herzensangelegenheit ist, einen starken verbündete wie die KAB zu haben.

Anschließend stellte Juratovic zwei zentrale Fragen für die Zukunft des Arbeitsmarktes in den Raum: „1. Wie ist es möglich dass ältere Arbeitnehmer länger im Betrieb gehalten werden können? 2. Wie schaffen wir es, dass durch gute Bildung mehr jungen Menschen als bisher einen Arbeitsplatz finden?“

Die abschließende Diskussion entwickelte sich entlang der Frage, wie Schulabgängern ein besserer Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht werden könne und wie sich der Schulalltag besser mit der realen Arbeitswelt verknüpfen ließe. Juratovic stelle in diesem Zusammenhang seine Initiative „Hauptschülern eine Chance geben“ vor, bei der es vor allem darum geht, bei Unternehmen um Ausbildungsplätze für Hauptschüler zu werben.