Juratovic: Tip-Entscheidung keine logische Konsequenz des Mindestlohns

26/09/2014

Pressemitteilung | 26. September 2014

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic stellt klar: „Die Entscheidung der Kaufland-Tochter Tip Werbeverlag ist dramatisch für die vielen Beschäftigten und Austräger. Aber sie ist keine logische Konsequenz des kommenden Mindestlohns!“

Juratovic widerspricht dieser Argumentation aus zweierlei Gründen im konkreten Fall.

Erstens seien die meisten Betroffenen Schüler, wie die Heilbronner Stimme heute berichtete. Für Jugendliche unter 18 Jahren werde es jedoch eine Ausnahme vom Mindestlohn geben, so dass die vermeintlichen Mehrkosten damit nicht zu begründen sind.

Zweitens gebe es für den Bereich der Zeitungszustellerinnen und -zusteller eine Ausnahmeregelung im Sinne einer stufenweisen Einführung des Mindestlohns. Der zu zahlende Netto-Lohn liegt somit im ersten Jahr nicht wesentlich höher als der derzeitige bundesdeutsche Durchschnitt in der Branche. „Auch hieraus ergeben sich keine logischen Konsequenzen, weil die Regelung die Situation für die Verleger 2015 noch nicht grundlegend verändert“, so der Heilbronner Abgeordnete.

Josip Juratovic (SPD) verteidigt die Einführung des Mindestlohns hingegen entschieden: „Wer Vollzeit arbeitet, soll von seiner Arbeit leben können – das hat die SPD versprochen und das setzt sie jetzt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um“.

Bei Rückfragen können Sie die Heilbronner Mitarbeiterin Melanie Rüth
unter 07131/783616 oder josip.juratovic.wk@bundestag.de kontaktieren.