Juratovic zu Gast beim „Interkulturellen Frauenfrühstück“

11/05/2012

Politiker ohne Berührungsängste

Der Heilbronner SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic war jetzt zu Gast beim Interkulturellen Frauenfrühstück im Obersulmer Teilort Affaltrach. Was der Arbeitsmarktpolitiker im Johanniterhaus den interessierten Frauen aus sechs Nationen berichtet hat, haben einige selbst miterlebt: als Ausländer sei man oft Vorurteilen ausgesetzt und werde ausgegrenzt, allein schon, weil man die Sprache nicht so gut beherrscht. Dann sind da noch das Heimweh, der Traum von einer möglichen Rückkehr oder dem Haus in der Heimat.

Josip Juratovic kam als 15-jähriger aus Kroatien nach Deutschland. Der Jugendliche wollte in seiner neuen Heimat Gundelsheim dazugehören. Besonders einem guten Freund habe er es zu verdanken, dass er schnell deutsch gelernt hat, berichtete Juratovic. In der Dorfgemeinschaft schloss er sich örtlichen Vereinen an und begann, am Stammtisch mitzudiskutieren. Juratovic engagierte sich politisch, gründete eine JUSO-Gruppe, setzte sich ein für einen Jugendtreff im Ort. Auch an seinem Arbeitsplatz engagierte er sich für die Gemeinschaft und wurde in den Betriebsrat gewählt. „Du musst mitmachen, dich einbringen und dich einsetzen“, so lautet noch immer seine Devise.

Aus seinen katholischen Glauben schöpfe er Kraft und der religiöse Dialog sei ihm sehr wichtig – auch jetzt im Bundestag, wo er zum Gebetsfrühstückkreis gehört. Juratovic zeigte beim Interkulturellen Frauenfrühstück in Affaltrach keinerlei Berührungsängste und machte spontan bei einem türkischen Kreistanz mit. In der Diskussion beantwortete er Fragen zur Staatsbürgerschaft und zu Problemen bei Behördengängen.

Heilbronn, den 11.5.2012