Karl Lauterbach im Klinikum am Weissenhof in Weinsberg

20/08/2013

SPD-Gesundheitsexperte: Die Finanzierung im Gesundheitssystem muss vom medizinischen Aspekt ausgehen

Gemeinsam mit Prof. Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied des Kompetenzteams von Peer Steinbrück, informierte sich der Heilbronner SPD-Abgeordnete Josip Juratovic bei der Geschäftsführung des Klinikums am Weissenhof in Weinsberg über die Finanzierung psychiatrischer Kliniken.
In Deutschland nimmt die Zahl von diagnostizierten psychisch bedingten Erkrankungen stetig zu. Etwa ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung leidet innerhalb ihres Lebens an mindestens einer psychischen Erkrankung. Zu den häufigsten psychischen Diagnosen gehören Depressionen und Angststörungen.

Karl Lauterbach stellte klar, dass die SPD die ambulante Versorgung weiterentwickeln wird, um für die Betroffenen einen flexiblen und passgenauen Zugang zu psychotherapeutischer Betreuung in der Breite zu ermöglichen. Die SPD will die Kurzzeittherapie ausbauen und effektive Erstversorgungsstrukturen schaffen. Hilfe- und Therapieangebote müssen aus Sicht der Sozialdemokraten besser koordiniert werden. Darüber hinaus will die SPD die Ausbildungs- und Vergütungsstrukturen der Psychotherapeuten reformieren.
Der Arbeitsmarktpolitiker Josip Juratovic ergänzt: „Psychische Belastungen werden vor allem in der Arbeitswelt immer auffälliger, auch wenn dies nur selten kommuniziert wird. Stress entsteht durch Arbeitsverdichtung und dauernde Erreichbarkeit. Die seelische Gesundheit muss in den Mittelpunkt gerückt werden!“
Damit der Stress bereits in der Arbeitswelt eingedämmt wird, fordert die SPD-Bundestagfraktion mit ihrem Antrag Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten erhalten – Psychische Belastungen in der Arbeitswelt reduzieren“ einen klaren Fahrplan, um dem Stress am Arbeitsplatz entgegenzuwirken.

Heilbronn, den 20.08.2013