Kein Verständnis für Angstmacherei und mangelnde Solidarität.

14/10/2015

Pressemitteilung vom 14.10.2015
Juratovic zum Rücktritt des Bezirksbürgermeisters in Reutlingen-Oferdingen.

Der Heilbronner Bundestagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion zum Rücktritt des Oferdinger Bezirksbürgermeisters Ralph Schönenborn:

„Ich bin bestürzt über die Entwicklungen in Reutlingen. Natürlich habe ich Verständnis für die persönliche Entscheidung des Ortsvorstehers zum Schutze seiner Familie. Aber ich habe kein Verständnis für ein solches Klima und Umgangsformen mitten in unserer Gesellschaft.“

Juratovic bewertet die Vorkommnisse als Warnsignal: „Der Rücktritt sollte unsere Gesellschaft zum Nachdenken anregen. Wir dürfen unser Handeln nicht von Ängsten leiten lassen, die auf keinerlei Fakten basieren. Für Angstmacherei und mangelnde Solidarität habe ich kein Verständnis. Für menschenfeindliches Gedankengut muss eine Null-Toleranz-Grenze gelten!“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete sieht es als hohen Grundwert unserer Gemeinschaft, im Umgang mit Andersdenkenden die demokratische Kultur zu leben. „Darüber sollte sich der demokratisch gewählte Bezirksgemeinderat in Oferdingen ernsthafte Gedanken machen. Statt Rücktrittsforderung muss unsere Botschaft sein: wir schaffen das nur gemeinsam. Außergewöhnliche Zeiten, wie wir sie jetzt erleben, erfordern außergewöhnliche Lösungen. Dies gilt erst Recht, wenn es um Menschlichkeit geht. Deutschland – und gerade auch Baden-Württemberg – kann das.“, so Juratovic.