So nah, so fern – der schwierige Weg der Westbalkan-Staaten in die EU

06/12/2017

Gesendet auf Inforadio vom rbb am 3.12. 2017

Auf dem Westbalkangipfel im Juli 2017 bekräftigte die Europäische Union die Beitrittsperspektive für die Westbalkanländer, die sich um eine Mitgliedschaft bewerben. In der Abschlusserklärung des Treffens heißt es, die Zukunft von Serbien, Montenegro, Albanien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und dem Kosovo liege in der Europäischen Union. Doch der EU fehlt ein Konzept für die Region und die Annäherung der Kandidaten an sie stockt.

Dietmar Ringel diskutiert mit seinen Gästen: Dr. Andrea Despot, Direktorin der Europäischen Akademie Berlin; Josip Juratović MdB,  SPD- Experte für die Länder Südosteuropas; Stephan Ozsváth ARD-Korrespondent für Südosteuropa in Wien (2012 – 2017) und Bosiljka Schedlich, Gründerin und ehemalige Leiterin von südost Europa Kultur e.V.

Hören Sie die Veranstaltung hier nach.

Die Situation in der Balkanregion ist schwierig. Die Euro- und Schuldenkrise hat die Länder stark getroffen, ohne dass sie auf europäische Hilfen zurückgreifen konnten. Die wirtschaftliche Entwicklung stagniert und die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei bis zu 50 Prozent. Viele Menschen verlassen die Balkan-Länder Richtung Norden und in den Ländern nehmen nationalistische Tendenzen zu. Welche Rolle spielt die EU-Außenpolitik gegenüber dem Westbalkan und welche Rolle spielt Russland? Wie sehen die EU sowie die betroffenen Staaten die Erweiterungsszenarios? Wie relevant ist der Westbalkan für die Sicherheitspolitik?