SPD-Infoveranstaltung mit Brigitte Zypries

11/07/2013

Was tun, wenn Krankheit, Pflege und Tod plötzlich und unerwartet eintreten? Für Brigitte Zypries, frühere Bundesjustizministerin, ist die Aufklärung vor dem Ernstfall ein Herzensanliegen.

Eingeladen hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic. Auf der Informationsveranstaltung im Wohn- und Pflegestift Weinsberg hat sie mit 40 Bürgerinnen und Bürgern aus Weinsberg und Umgebung über die gesetzlich anerkannten Möglichkeiten der Patientenverfügung und der Vorsorgevollmacht gesprochen.

Brigitte Zypries, Mitglied des SPD-Kompetenzteams von Peer Steinbrück, beantwortete dabei konkrete Fragen der rund 40 Besucherinnen und Besucher: Was passiert, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen für uns selbst zu treffen? Wer handelt dann in unserem Namen? Welche medizinische Behandlung möchte ich am Lebensende und welche möchte ich nicht? Wie können wir sicherstellen, dass unser Wille respektiert wird?

In einer Patientenverfügung kann man sich zu seinen Wünschen bezüglich der medizinischen Behandlung oder auch deren Begrenzung äußern. In einer Vorsorgevollmacht kann eine Person des eigenen Vertrauens benannt werden, über medizinische Fragen hinaus entscheiden kann. Durch die schriftlichen Erklärungen in Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht wird vor allem den Verwandten das Handeln im Ernstfall erleichtert. Mögliche Formulare können beispielsweise auf der Homepage des Bundesjustizministeriums heruntergeladen werden.

Josip Juratovic bedankte sich abschließend bei Brigitte Zypries: „Die Aufklärung der Bürgerinnen und Bürger über derart sensible Themen ist wertvoller als jede Wahlkampfparole.“ Die Berufung von Brigitte Zypries als Expertin für Verbraucherschutz in Peer Steinbrücks Kompetenzteam sei ein gutes Zeichen für sachorientierte Politik nach der Wahl am 22. September.

Heilbronn, den 26.07.2013