Vor Demo in Köln: Juratovic appelliert an Pro-Erdogan Demonstranten

29/07/2016

Pressemitteilung vom 28.7.2016

Im Vorfeld der geplanten Demonstration der Erdogan-nahen Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) am Sonntag in Köln erteilt der Bundestagsabgeordnete und Integrationsbeauftragte der SPD-Fraktion, Josip Juratovic, Forderungen nach einem Verbot der Veranstaltung eine Absage. Allerdings sollten die Teilnehmer sich dessen bewusst sein, dass sie mit der Kundgebung wertvolle Freiheitsrechte wahrnehmen, die zur Zeit in der Türkei nicht gelten.

„Die Forderung des CSU-Generalsekretärs Andreas Scheuer, die Pro-Erdogan-Demonstration in Köln zu verbieten ist reine populistische Polemik. Hierzulande herrscht dankenswerterweise Meinungs- und Versammlungsfreiheit, ob das manchem passt oder nicht.

Doch die in Deutschland lebenden Mitbürger, die an dieser Demonstration teilnehmen, müssen sich dessen bewusst sein, dass sie besagte Freiheitsrechte in Anspruch nehmen, um für jemanden zu demonstrieren, der diese Rechte in seinem Land akut gefährdet. Die Antwort auf die Frage, wie das zusammengeht, ist mir jeder Teilnehmer an dieser Demonstration schuldig.

Dass der innenpolitische Konflikt in der Türkei die Menschen mit türkischen Wurzeln hierzulande berührt, ist nur zu verständlich. Dennoch appelliere ich an alle, die Kluft zwischen den politischen Lagern nicht zu vertiefen und die Konflikte nicht in Deutschland auszutragen.“