„Europa ein Friedensprojekt, keine Markthalle“

05/07/2017

Gelungener Wahlkampfauftakt der Heilbronner Sozialdemokraten

Selbstbewusst schwören sich die Heilbronner Sozialdemokraten auf dem gemeinsamen Kreisparteitag der Heilbronner Kreisverbände auf den anstehenden Wahlkampf ein. Die Bundestagskandidaten Josip Juratovic und Thomas Utz sowie der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz Christian Lange überzeugten mit starken und leidenschaftlichen Reden und wurden dafür mit reichlich Applaus von den Delegierten belohnt.

Ganz im Zeichen von „Mehr Zeit für Gerechtigkeit“ trafen sich die Delegierten der beiden SPD- Kreisverbände Heilbronn-Stadt und Heilbronn-Land am gestrigen Dienstag im Bürgerhaus Böckingen, um sich gemeinsam mit den Kandidaten für die Wahlkreise Heilbronn und Neckar-Zaber auf den Bundestagswahlkampf einzuschwören. Prominente Unterstützung erhielten sie von Christian Lange, Staatssekretär im Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz, der als Gastredner geladen war. Souverän durch den Abend führte der Heilbronner Landtagsabgeordnete Rainer Hinderer.

Lange beschrieb die große Freude in der SPD über die Einführung der „Ehe für alle“. Diese wurde bereits seit Jahren vehement von der SPD gefordert und stelle einen lang ersehnten Schritt in Richtung Gleichstellung dar. Nach der Beschreibung der positiven Gemütslage der Partei wechselte Staatssekretär Lange jedoch schnell in den Wahlkampfmodus, denn es gehe nun darum, die Zukunft zu gestalten. Worum die Heilbronner Sozialdemokraten in den nächsten Wochen und Monaten kämpfen werden, machte Lange dabei unmissverständlich deutlich: es geht um einen Regierungswechsel mit einem Kanzler Martin Schulz und es geht um Direktmandate für den langjährigen Bundestagsabgeordneten Josip Juratovic und den aufstrebenden Jungpolitiker Thomas Utz. Über Juratovic gab Lange den Delegierten mit auf den Weg, dass dieser im Bundestag authentisch wie kein anderer das Aufstiegsversprechen der SPD verkörpere und durch seine bereits zwölfjährige Erfahrung im Bundestag für Kontinuität, Herz und Vernunft stehe.

Nachdem Lange das SPD-Wahlprogramm detailreich darlegte und damit schloss, dass es nur mit einer starken SPD „Mehr Gerechtigkeit“ in diesem Land geben könne, trat Juratovic vor die Delegierten. In seiner von reichlich Applaus begleiteten, leidenschaftlichen Rede stellte Juratovic seine Kernanliegen für den Wahlkampf vor: sichere Beschäftigungsverhältnisse für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie eine auf Dialog ausgerichtete Außenpolitik und ein geeintes Europa. Denn Europa sei ein Werte- und Friedensprojekt und damit ein Garant für Sicherheit und Wohlstand und keine Markthalle. Mit Blick auf das Wahlprogramm der Unionsparteien mahnte Juratovic, dass es eben nicht um Vollbeschäftigung um jeden Preis gehe, sondern um Vollbeschäftigung zu fairen Konditionen und in guter Arbeit. Sein erst 28 jähriger Kollege Utz pflichtete in einer entschlossenen Rede Juratovic bei und betonte, dass die Belange der jüngeren Generationen im CDU/CSU-Wahlprogramm im Gegensatz zum SPD-Wahlprogramm gänzlich unerwähnt blieben.

Mit einem Dreiklang aus überzeugendem Wahlprogramm, starken Kandidaten und motivierten Sozialdemokraten an der Basis macht sich die Heilbronner SPD auf ihrem Kreisparteitag auf in den Wahlkampf um das Direktmandat. Juratovic, der in seiner Rede seinen Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn betonte, wurde von den Delegierten dafür mit stehenden Ovationen belohnt. Er habe schon oft bewiesen, dass er sich auch unter schwierigen Umständen durchsetzen und das zunächst scheinbar Unmögliche möglich machen könne. In den kommenden Wochen und Monaten werde er dies erneut unter Beweis stellen. Die Genossen aus dem Heilbronner Unterland stehen auf jeden Fall geschlossen hinter ihm.

Stehende Ovationen für den Bundestagskandidaten Josip Juratovic.